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Geschichte [an error occurred while processing this directive] Verband

Der Verband der W.K.St.V.e UNITAS

Die Mutterverbindung des Unitas-Verbandes gründete im Jahr 1847 einen ersten Bund katholischer Studetenverbindungen in Bonn. Da diese Reaktion auf die Unterdrückung der Katholiken im preußisch-evangelisch geprägten Raum nicht bestand, gründete sich wenige Jahre später 1854 der Unitas-Verband. Ihm gehörten die Unitas Bonn und die Unitas Tübingen an. Die Unitas ist damit der älteste Verband katholischer Studentenverbindungen.

Bereits damals galten die auch heute aktuellen Prinzipien und der Wahlspruch für die Unitarier. Voraussetzung für die Mitgliedschaft war jedoch, daß man Theologie studierte. Der starke Zuspruch, den die Unitas erfuhr und der sich in zahlreichen Neugründungen widerspiegelte, wuchs noch, als die Beschränkung auf Theologen 1884 aufgehoben wurde.

Bis zum ersten Weltkrieg, der einer großen Zahl der im Feld verdienten Unitarier das Leben kostete, hatte der Unitas-Verband seinen ersten Höhepunkt erreicht. Auch da die überzeugten Demokraten des Verbandes - siehe Prinzip: VIRTUS (!) - sich an dem Aufbau der Weimarer Republik tatkräftig beteiligten, gelang es, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.

Als die Nationalsozialisten nach der Macht griffen, war dies insbesondere für die Unitarier Deutschlands eine dunkle Stunde. Als Verfechter der Weimarer Demokratie standen sie von Anfang an in lebhafter Opposition zu den Gewaltherrschern. Diese strebten nach einer Gleichschaltung aller Lebensbereiche - auch der Studentenverbindungen. Während sich viele Verbindungen verkrochen, sich selbst auflösten oder - wie leider viele damals - sich dem System unterstellten, verweigerte sich die Unitas völlig. Das blieb nicht ohne Folgen bei der Auflösung des Verbandes durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938. Aktive und Alte Herren wurden verfolgt, verschleppt und in späterer Zeit zu aussichtslosen Fronteinsätzen entsandt.

Als der Zweite Weltkrieg vorüber war, dauerte es nicht lange, und viele Vereine gründeten sich neu, engagierten sich im Wiederaufbau der Hochschulen einerseits und eines funktionierenden, demokratischen Staatssystems andererseits. An den Hochschulorten entstanden neue Vereine, da die Zahl der Aktiven zu hoch für einzelne Verbindungen war. Diesen Trend änderten erst die Studentenunruhen 1968, deren Protagonisten Studentenverbindungen an sich in Verruf brachten.

Nach einer Art Durststrecke stand die Unitas Mitte der achtziger Jahre vor einem neuen Anfang. Seitdem gründeten sich wieder einzelne Vereine, die Mitgliederzahl stieg.

Das Interesse an Wahrung von Tradition und das Bewußtsein der eigenen Wurzeln stehen auch heute im Mittelpunkt verantwortungsvoller Lebensführung. Dadurch zeichnet sich das Leben in den Aktivenvereinen aus.

Diese Darstellung ist ein kurzer Abriß. Eine längere Fassung findet sich unter: http://www.fuxenfibel.de