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Wenn wir durch die Straßen ziehen
Wenn wir durch die Straßen ziehen recht wie Bursch in Saus und Braus,
schauen Augen, blau' und graue, schwarz und braun aus manchem Haus.
Und ich laß' die Blicke schweifen durch die fenster hin und her,
fast als wollt' ich eine suchen, die mir die allerliebste wär'.
die mir die allerliebste wär'.
Und doch weiß ich, daß die eine wohnt viel Meilen weit von mir,
und doch muß ich immer gucken nach den schmucken Jungfern hier.
Liebchen, wollt' dich nicht betrüben wenn dir eins die Kunde bringt,
und daß dich nicht überrrasche, dieses Lied der Wandrer singt.
dieses Lied der Wandrer singt.
Liebchen, nicht um Goldeslohne hört ich auf, dir treu zu sein,
nicht um eine Königskrone, ewig, ewig bleib ich dein.
Doch das Schau'n nach hübchen Mädchen, die so freundlich nach mir seh'n
nach den braunen, nach den blonden wirst du mir doch zugestehn ?
wirst du mir doch zugestehn ?
Wenn wir bei den Gläsern sitzen, unser Herz der Wein erfreut;
wenn die Lieder hell erklingen, sich manch Freundschaftsband erneut;
dann, mein Liebchen, blicke freundlich hörst du Lied und Becherklang;
dann gedenk' ich deiner Liebe, und dich feiert mein Gesang !
und dich feiert mein Gesang !
Text: Wilhem Müller, vor 1824
Musik: nach Friedrich Nestler, 1826/29
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